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Das Sommerfest 2018

Bilder und Text Beate Heitmeyer

Satz jm

Sommerfest 2018 1

vom Arbeitskreis Asyl PrO war ein voller Erfolg!

„Wir hatten ein arbeitsreiches, oft auch schwieriges Jahr und wollen uns einfach mal mit einem kleinen Sommerfest belohnen.“
Das war der Plan, und er ist voll und ganz aufgegangen. Das Wetter an der Alten Schule in Lashorst war warm und sonnig, alle Gäste waren fröhlich und bestens gelaunt.Sommerfest 2018 7 Der Veranstaltungsort Alte Schule Lashorst erwies sich als optimal, denn unter den großen, schattigen Bäumen fand jeder der ca. 70 Besucher einen Platz, um bei diesen hochsommerlichen Temperaturen einen schönen Nachmittag zu verleben. Die Kinder konnten ausgelassen toben, im Sand spielen, Seifenblasen machen und mit Straßenkreide die Wege verzieren. Allein die Wespen machten dem ein oder anderen das Leben schwer, die das vielseitige internationale Buffet ebenso zu schätzen wussten, wie alle anderen Gäste auch.

Sommerfest 2018 2
„Es war uns wie immer wichtig, dass es kein Fest für die geflüchteten Menschen wird, sondern eines mit ihnen. Viele der Flüchtlinge sind stolz, wenn sie einen kleinen Beitrag zum Gelingen des Festes leisten können.“ Die alleinstehenden jungen Männer tun sich damit etwas schwerer als die Familien, deshalb waren sie zum Grillen eingeteilt und waren später beim Auf- und Wegräumen der schweren Tische und Bänke behilflich. Sommerfest 2018 9
Ein besonderer Dank gilt dem Heimatverein Lashorst, der das schöne Gelände rund um die Alte Schule ohne zu zögern zur Verfügung gestellt hat. „Auf die Lashorster ist Verlass.“, so Katharina Pieper vom Arbeitskreis Asyl PrO, die auch Mitglied im Heimatverein ist. Und das ist wahr. In Lashorst leben seit 2015 vier geflüchtete junge Männer, die von Anfang an in die Dorfgemeinschaft integriert wurden. Jeder kann helfen.Sommerfest 2018 6

Der Arbeitskreis Asyl PrO kocht Marmelade

ein Beitrag von Beate Heitmeyer

Erdbeere 1

 

  73 Gläser Erdbeer- und 58 Gläser Johannisbeermarmelade standen am Ende des Nachmittages fertig zubereitet auf dem Tisch.

Gleich hinter dem Haus von Familie Wickemeyer stehen die endlos scheinenden Reihen von roten, schwarzen und weißen Johannisbeersträuchern. „Damit fangen wir erstmal an.“, sagte Jutta Wickemeyer, nachdem sie die 18 Frauen und 10 Kindern (und einen Mann) erneut auf ihrem Obsthof begrüßt und willkommen geheißen hatte. Auf Anfrage des Arbeitskreises Asyl PrO öffnete sie ein weiteres Mal die Tür zu ihrem Obsthof in Bad Holzhausen; heute, um den geflüchteten Frauen aus den verschiedensten Ländern zu zeigen, wie man in Deutschland Marmelade kocht. Vorher wurde aber erstmal geerntet, dabei war Naschen ausdrücklich erlaubt. Nach den Johannisbeeren waren die Erdbeeren dran. „Am Sonntag hatten wir keine einzige Erdbeere, die wir hätten verarbeiten können. Zum Glück sieht das heute schon wieder anders aus.“, erklärte Jutta Wickemeyer. Und dann ging es mit Trecker und Planwagen – sicher geführt vom Chef (Martin Wickemeyer) selbst - durch die Felder zum Standort der „späten Sorte“.

Erdbeere

Gleich nahm man den unverwechselbaren Erdbeergeruch wahr. Den Frauen wurde genau erklärt, wie man die süßen, roten Früchte fachgerecht pflückt, und dass man dabei vorsichtig durch die Reihen geht. Schnell waren die Körbchen voll von den großen reifen Erdbeeren, sodass auch hier noch Zeit zum Naschen war. Vor allem die Kinder konnten gar nicht genug bekommen, und die Frauen waren beeindruckt von den sauberen und aromatischen Früchten. „Das Stroh zwischen den Reihen ist nicht nur dazu da, dass man saubere Schuhe behält, sondern schützt die Früchte auch vor Nässe und Fäulnis.“

Erdbeere 5

Dann begann die eigentliche Arbeit des Tages, das Marmeladekochen. Zuerst mussten die Früchte vorbereitet und gewaschen werden, dann Hände gründlich waschen, Schürzen und Handschuhe wurden verteilt, danach ging es in die Küche. Mehr als eine Stunde wurde abgewogen, gerührt und in Gläser gefüllt. Die Frauen lernten, dass man beim Abwiegen „ganz genau sein muss“, und dass die Marmelade „genau 5 Minuten kochen muss, nicht 3-4 Minuten, sonst wird sie nicht fest.“, und dass „süße Früchte noch eine zusätzliche Gelierhilfe brauchen“. Jutta Wickemeyer war immer dabei, sprang zur Seite, half hier und da aus, gab gute Tipps und erläuterte gleichzeitig, wie wichtig Sauberkeit und Hygiene beim Einkochen ist.

Erdbeere 3

Am Ende standen 73 Gläser Erdbeer- und 58 Gläser Johannisbeermarmelade fertig zubereitet auf dem Tisch. Man wird sich in den Familien gerne an den schönen Nachmittag und den Duft auf dem Feld erinnern, wenn die Gläser zuhause geöffnet werden. Der Arbeitskreis Asyl PrO bedankt sich ausdrücklich bei Familie Wickemeyer für ihr Engagement und Ihr Entgegenkommen. Im Rahmen des Projekts 500 Landinitiativen war der Arbeitskreis bereits im Februar diesen Jahres eingeladen, den Betrieb und den Hofladen zu besichtigen.

 

Integration kann nur gelingen, wenn alle helfen! Die Familie Wickemeyer geht mit gutem Beispiel voran.

im Juli 2018

 

500 LandInitiativen 

Ein Projekt, gefördert vom Bundesamt für Ernährung und Landwirtschaft, das Schule machen sollte!

Sharan

Foto: Rainer Höke

Die Mobilität der Flüchtlinge und die damit verbundene Selbstständigkeit und Unabhängigkeit war und ist ein zentrales Thema des Arbeitskreises Asyl PrO. Seit Bestehen der privaten Initiative in Pr. Oldendorf kümmern sich Ehrenamtliche in einer Fahrradwerkstatt darum, dass alle im Stadtgebiet lebenden Asylbewerber ein verkehrssicheres Fahrrad zur Verfügung haben. Das ist gut und richtig so. Viele der Flüchtlinge erledigen mit dem Fahrrad alle Einkäufe in Pr. Oldendorf, Arztbesuche und Behördengänge.

Und dennoch sind einige doch recht eingeschränkt in ihrem Bewegungsradius. Der Integrationskurs in Espelkamp, die Ausländerbehörde in Minden oder ein Praktikumsplatz über die Stadtgrenze hinaus sind oftmals eben nicht mehr mit dem Fahrrad zu erreichen. In solchen Fällen hilft der Arbeitskreis Asyl PrO mit Fahrdiensten durch ehrenamtliche Mitarbeiter. So kann es schon mal vorkommen, dass ein Flüchtling, der endlich einen langersehnten Praktikumsplatz beispielsweise in Levern bekommen hat, drei Wochen lang täglich von einem Ehrenamtlichen dorthin gefahren wird. Das ist kein Einzelfall und weder für die Ehrenamtlichen noch für den jeweiligen Flüchtling angenehm. So sehr auf Hilfe angewiesen zu sein, beschämt und deprimiert. Aber was tun, wenn der öffentliche Nahverkehr nicht ausreichend ausgebaut ist, wie es in den entlegeneren Stadtteilen von Pr. Oldendorf vorkommt? Oder in den Ferien oder einfach am Wochenende, wenn Busse nur eingeschränkt fahren?

Der Arbeitskreis Asyl PrO hofft, dass sich diese Situation nun deutlich verbessern wird. Durch die Förderung des Bundesamts für Ernährung und Landwirtschaft, Gelder aus dem AK Asyl PrO Spendenkonto und dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter steht ab sofort allen bedürftigen Bürger der Stadt, Einheimischen wie Flüchtlingen, ein Auto und damit eine Transportmöglichkeit zur
Verfügung, und kann nun genutzt werden. Wer will spendet einen symbolischen Euro. Die Idee „Wir machen mobil – Bürger fahren Bürger“ soll für alle eine Option werden, die mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln nur sehr schwer oder gar nicht ans Ziel gelangen und sich kein Taxi leisten können. Das Mobilitätskonzept ist eine Kooperation von Arbeitskreis Asyl PrO und dem Verein „Wir
im Eggetal“, richtet sich aber ausdrücklich an die Bürger aus allen Pr. Oldendorfer Stadtteilen. Die Fördermittel aus dem Projekt 500 LandInitiativen Baustein Mobilität sind bewilligt und gezahlt, das Auto steht bereit, jetzt kann und soll das Angebot genutzt werden. Wer Fahrwünsche hat und in Pr. Oldendorf wohnt, meldet diese unter der Telefonnummer 0151/15717844 oder im Netz unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an. Dort werden die Termine koordiniert.

Bisher hat der Arbeitskreis drei ehrenamtliche Fahrer aus den Reihen der Flüchtlinge gewinnen können. Sie haben bereits in ihrem Heimatland einen Führerschein besessen und in den letzten Wochen ihre Fahrtüchtigkeit in Theorie und Praxis auf europäischen Stand gebracht. Es werden aber dringend noch weitere Fahrer gesucht, die sich an diesem ganz besonderen Projekt beteiligen wollen. Der Baustein Mobilität ist lediglich ein Teil der geförderten Maßnahmen, die der Arbeitskreis Asyl PrO auf den Weg gebracht hat. Der andere Baustein Lebenshilfe umfasst Kennenlernen und Verwendung von heimischen Lebensmitteln mit Vorträgen zum Thema Ernährung und mehrere Koch- und Backnachmittage, sowie Besuchen auf dem Wochenmarkt und Besichtigung von Obsthof und Direktvermarktung. Der Kurs Schwimmen für Frauen ist nach 10 Abenden erfolgreich beendet, ein weiterer Kurs wird voraussichtlich Ende Januar angeboten. Ein Nähkurs ist für das Frühjahr geplant. Der Termin wird noch bekannt gegeben. Zu den Angeboten aus dem Baustein Lebenshilfe sind im Übrigen auch alle einheimischen Bürgerinnen aus Pr. Oldendorf herzlich eingeladen.

Beate Heitmeyer, im Dez. 2017

Essen in Börninghausen

im Januar 2017

P.O. 2. Dez. 2016

Wir backen Plätzchen für unsere Weihnachtsfeier

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 Wie schon im letzten Jahr hat der Arbeitskreis Asyl PrO auch jetzt wieder Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien zum gemeinsamen Plätzchenbacken in die Lehrküche der Sekundarschule Pr. Oldendorf eingeladen. Die Backöfen waren bereits vorgeheizt, es konnte sofort losgehen.

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  Schnell waren die Hände gewaschen und die Schürzen umgebunden, die vorbereiteten Teige verteilt und die Plätzchenmühlen an den Tischen befestigt.

  IMG 7663Große und kleine Hände verarbeiteten 5 kg Plätzchenteig unter fachkundiger Anleitung einiger „weihnachtsbäckerei-erfahrenen“ Erwachsenen. Bald schon erfüllte herrlicher Duft den Raum, die ersten Ofenbleche waren fertig! Kurz abkühlen lassen - und die gebackenen Plätzchen wurden anschließend mit Schokolade verziert… und selbstverständlich auch probiert.

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 Naschen war erlaubt, aber der überwiegende Teil ist für die Weihnachtsfeier am Mittwoch, den 14.12. bestimmt, die der Arbeitskreis Asyl PrO wieder in einer Gemeinschaftsaktion mit dem Magro-Markt Pr. Oldendorf ausrichtet. Dann nämlich kommen die leckeren selbstgemachten Plätzchen auf den Tisch.

„Wir freuen uns, dass die Sekundarschule auch in diesem Jahr wieder bereit war, uns ihre perfekt ausgestattete Lehrküche zur Verfügung zu stellen. So können wir allen Kindern die Gelegenheit geben, an diesem schönen Nachmittag teilzunehmen.“, sagte Beate Heitmeyer vom Arbeitskreis Asyl PrO, die diese Aktion organisiert hat. „Und auf diese Weise können wir den Flüchtlingen die Gelegenheit geben, etwas für die Weihnachtsfeier beizusteuern.“

 

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