Praktikumsaufnahme erleichtert

Für bestimmte Praktika ist nun keine Zustimmung durch die Bundesagentur für Arbeit mehr nötig.

Die neue Regelung gilt für

  • Pflichtpraktika,
  • Orientierungspraktika
  • ausbildungs-oder studienbegleitende Praktika bis zu drei Monaten
  • die Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung oder Berufsausbildungsvorbereitung.

Für diese Praktika muss nach dem Mindestlohngesetz kein Mindestlohn gezahlt werden - egal ob für inländische oder ausländische Praktikantinnen und Praktikanten.

Das Bundeskabinett hatte die Änderung der Beschäftigungsordnung am 29. Juli beschlossen. Bund und Länder hatten dies am 18. Juni bei den Gesprächen zur Asyl- und Flüchtlingspolitik vereinbart. Die Arbeitsgruppe "Sprachkurse, Bildung und Berufsvorbereitung" hatte sich darauf verständigt, jungen Asylbewerbern und Geduldeten mit guter Bleibeperspektive den Zugang zu Praktika zu erleichtern.

Berufsausbildung möglich

Schon jetzt muss die Bundesagentur für Arbeit nicht zustimmen, wenn Asylsuchende oder Geduldete eine betriebliche Berufsausbildung beginnen. Anders verhält es sich bei der Arbeitsaufnahme.

Wer drei Monate im Land ist, hat Zugang zum Arbeitsmarkt. Die Bundesagentur für Arbeit aber muss in der Regel zustimmen, wenn jemand eine Arbeit aufnimmt. Voraussetzung: Für die konkrete Stelle gibt es keinen deutschen Arbeitnehmer, EU-Bürger oder Ausländer, der hinsichtlich der Arbeitsaufnahme EU-Bürgern gleichgestellt ist.

Zum Seitenanfang